Gemeinsam etwas erreichen
Für uns eine einfache Wahrheit: Wenn man über etwas nicht spricht, bleibt man mit seinen Themen, Problemen & all den Ungerechtigkeiten allein. Wir überwinden unsere Scham & Schuldgefühle durch den offenen Austausch unter uns Freundinnen. So schaffen wir es gemeinsam unser Selbstvertrauen zu stärken & inspirieren vielleicht auch Andere dazu!
Damendusche - Was soll das sein?
Gemeinsam möchten wir an der Schule eine besondere Form des Vortrags anbieten, den wir „Damendusche – für alle (w/m/d)“ nennen. In dieser Art Performance treffen wir uns, um in einer offenen und ehrlichen Weise Lebenserfahrungen zu teilen und zu reflektieren. Einfach mal alles „abduschen“, was seine Spuren hinterlässt – nicht alles, was uns im Leben als junge Frauen widerfährt, perlt einfach ab. Dabei besprechen wir „unter uns“ Themen wie Diskriminierung und Herausforderungen im Alltag – Erlebnisse, die „das Fass zum Überlaufen bringen“ und machen uns in rhetorischer Hinsicht „nackig“.
Die Damendusche ergänzt damit Vorträge der Polizei und der Staatsanwaltschaft in den Bereichen des Lebens, die die Strafbarkeitsschwelle noch nicht erreicht haben. Wir haben bereits gute Erfahrungen damit gemacht, die Damendusche mit Vorträgen von Frau Esther Papp (Kommissariat 105, München) und Herrn Oberstaatsanwalt Andreas Bayer (StA Mun II) an einem Tag zu halten. So können wir den Schülerinnen und Schülern einen Projektvormittag oder -nachmittag bieten, der umfassend über die Thematik aufklärt und keine Fragen offen lässt.
Esther Papp (Kommissariat 105, Polizeipräsidium München)
Andreas Bayer (Oberstaatsanwalt, StA Mun II)
Was zeichnet uns aus?
Unser Ziel ist es, durch das Teilen unserer eigenen Geschichten aus Schulzeit, Studium, Berufsleben und Sport zu inspirieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass niemand mit seinen Erfahrungen allein ist. Wir wollen auch aufzeigen, dass man selbst für sich einstehen muss und im Zweifel erstmal niemand da ist, um einem zu helfen. Dabei kennen wir unsere Grenzen: Wir sind uns bewusst, dass wir nicht die Polizei und auch keine ausgebildeten Pädagoginnen oder Psychologinnen sind, doch wir glauben, dass gerade unsere persönlichen Erlebnisse, die Art wie wir das Leben bisher so meistern konnten und die offene Diskussion dazu beitragen können, die Schülerinnen und Schüler zu inspirieren.
Wer steckt hinter der Damendusche?
Wir drei Frauen: Carla (geb. 1996), Sarah (geb. 1997) und Carolina (geb. 1995). Wir kennen uns aus dem Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilans-Universität in München und haben das Referendariat und – noch viel wichtiger „das Leben drum herum“ – zusammen gemeistert.
Wie uns die Damendusche nützt und was die Damendusche an Schulen nützen soll:
Wir meinen, dass „die Damendusche“ für Schülerinnen und Schüler ab der 8. oder ab der 9. Klasse geeignet ist. Wir wollen den Mädchen und jungen Frauen zeigen, wie gut es tun kann, den Dreck mit seinen Freundinnen zu teilen und einfach mal alles abzuduschen. Wie gut es tut, wenn man gespiegelt bekommt, dass eine bestimmte Situation schlimm war und man sich in nachvollziehbarer Weise schlecht gefühlt hat.
Den Jungs und jungen Männern wollen wir die Möglichkeit eröffnen, Einblicke in ein Damengespräch zu gewinnen: Wie kommen gewisse Verhaltensweisen an? Was gefällt? Was verletzt? Wie kann ich in gewissen Situationen meinen Freundinnen zur Seite stehen und helfen?
Die Damendusche ergänzt damit Vorträge der Polizei und der Staatsanwaltschaft in den Bereichen des Lebens, die die Strafbarkeitsschwelle noch nicht erreicht haben.
Zeitlich:
Für die Damendusche: eine Doppelstunde.
Davon ca. 1 Stunde Gespräch und eine halbe Stunde Zeit für Diskussion
(falls sich die Schülerinnen und Schüler denn trauen)